Seit dem Jahr 2002 gibt es mit der »Riesterrente« eine zusätzliche Altersvorsorge, die durch Zulagen oder Sonderausgabenabzug in drei Varianten staatlich gefördert wird:
Vorteile der Riesterrente
Kapitalgarantie: Für alle drei Vertragsformen gilt eine Kapitalgarantie. Das bedeutet, dass am Ende der Laufzeit mindestens das Geld zur Verfügung steht, welches eingezahlt wurde. Sparer müssen für die volle Förderung 2006 und 2007 3% ihres Bruttoeinkommens (die Zulagen eingeschlossen) bis zur Grenze von EUR 1575,00 einzahlen, um die Grundzulage in Höhe von EUR 114,00 sowie die Kinderzulage in Höhe von EUR 138,00 für jedes Kind zu erhalten.
2008 steigt die Grundzulage auf EUR 154,00, die Kinderzulage auf EUR 185,00. Dafür erhöht sich der Eigenbeitrag auf 4% des Bruttoeinkommens. Allein durch die Zulagen kommt so ein Vertrag auf Renditen von 3-5%. Dier maximale Sonderausgabenabzug liegt dann bei 2100,- Euro.
Hinzu kommt die Rendite aus der Geldanlage: Bei Lebensversicherungen sind derzeit 2,75% garantiert; selbst bei Fondsparplänen ist das Risiko relativ gering, da durch die Kapitalgarantie die Wertentwicklung der eingezahlten Gelder im schlechtesten Fall gleich Null sein kann.
Neu ist, dass der Zulagenantrag nur noch einmal während der Vertragslaufzeit gestellt werden muss. Anleger können mit dem Mindestalter 60 schlagartig 30% des Vermögens aus dem Vertrag entnehmen, bisher waren es nur 20%. Der Rest wird in monatlichen Raten ausgezahlt.
Fazit: Riestern lohnt sich!
Riestern lohnt sich also: Geringer Eigenbeitrag mit hoher staatlicher Förderung und weiteren Renditechancen. Ausgeschlossen sind nur Pflichtversicherte in berufständischer Versorgungseinrichtung (Ärzte, Rechtsanwälte) und nicht Versicherungspflichtige in der gesetzlichen Rentenversicherung.